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Sigrun von Berg informiert - Soziale Netzwerke, Social Media, Web 2.0
All diese Schlagworte stehen für Eines, denn spätestens seit der Debatte um Facebook hat jeder schon einmal von den sogenannten sozialen Netzwerken gehört. Doch was ist das eigentlich? Auf klassischen Websites verhält man sich als Besucher eher eindimensional.
Man sieht sich die dort dargestellten Informationen an, bestellt Artikel in Online-Shops oder füllt ein Kontaktformular aus. Bei den Websites der sozialen Netzwerke liegt das Augenmerk in der Kommunikation und Interaktion der Benutzer untereinander. Nach der Anmeldung kann man sich dort nicht nur selbst mit einem Profil darstellen, sondern auch nach Freunden, Bekannten oder Geschäftspartnern suchen und mit diesen in Verbindung treten. Hat man sich erst einmal vernetzt, wollen diese Verbindungen auch gepflegt werden. Man liest die Mitteilungen der anderen, sieht sich deren Bilder an oder tritt Chats (virtuelle Unterhaltungen) bei.
Der Einfluss sozialer Netzwerke wird steigen und ist heute schon eine nicht zu unterschätzende Größe
Der Einfluss der sozialen Netzwerke reicht mittlerweile weit. Sie dienen als Tippgeber für Streifzüge im Internet. Aktuelle Nachrichten oder Aktionen werden über das Internet schneller verbreitet als viele Nachrichtenagenturen es können. Als Beispiel seien hier die sog. Flashmobs (plötzliche Versammlung von Menschen an öffentlichen Plätzen) erwähnt oder auch Aktionen von Castortransport-Gegnern. Die Aktionen werden per Handy mit Internetzugang geplant. Ein weiteres Beispiel, das die Brisanz der sozialen Netzwerke zeigt, ist die Internet- und Handysperre, die Ägypten schon kurz nach dem Ausbruch der Unruhen verhängt hat. Die weltweite Verbreitung von Aufruhr und Ausschreitungen in Sekunden über den ganzen Erdball hinweg über Kanäle wie Facebook, YouTube etc. wurde so vorerst im Keim erstickt.
Typische Funktionen eines sozialen Netzwerks (Quelle:Wikipedia):
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Kontaktliste oder Adressbuch, samt Funktionen, mit denen die Verweise auf diese anderen Mitglieder der Netzgemeinschaft (etwa Freunde, Bekannte, Kollegen usw.) verwaltet werden können (etwa Datenimport aus E-Mail-Konto oder anderen Portalen)
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Empfang und Versand von Nachrichten an andere Mitglieder (einzeln, an alle usw.)
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Empfang und Versand von Benachrichtigungen über diverse Ereignisse (Profiländerungen, eingestellte Bilder, Videos, Kritiken, Anklopfen usw.)
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Blogs oder Mikroblogging-Funktionen bzw. Veröffentlichen von einzelnen Statusupdates
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Suche
Diese Netzwerke werden hauptsächlich in Deutschland genutzt:
Facebook Gründung: 2004 Firmensitz: Palo Alto Kalifornien Nutzerzahl weltweit: 500 Millionen Facebook ist das mittlerweile bekannteste soziale Netzwerk. Jeder Benutzer verfügt über eine Profilseite, auf der er sich vorstellen und Fotos oder Videos hochladen kann. Auf der Pinnwand des Profils können Besucher öffentlich sichtbare Nachrichten hinterlassen. Benutzer persönliche Nachrichten schicken oder chatten. Freunde können zu Gruppen und Events eingeladen werden. Durch eine Beobachtungsliste wird man über Neuigkeiten, z. B. neue Pinnwandeinträge auf den Profilseiten von Freunden informiert.
Wer-kennt-wen.de Gründung: Oktober 2006 Firmensitz Köln Nutzer: 8,5 Millionen wer-kennt-wen ist eine Online-Community, in der es ähnlich wie bei den anderen Plattformen möglich ist, Benutzerprofile mit Fotos einzurichten, Blogs zu unterhalten oder Gruppen einzurichten. Anders als z.B. StudiVZ oder Xing ist das Netzwerk nicht auf bestimmte Nutzergruppen festgelegt. Hier kann jeder ab 14 Jahren teilnehmen. Nach Angaben des Unternehmens ist es das Netzwerk mit der derzeit höchsten Verweildauer in Deutschland. Eine Besonderheit bei wer-kennt-wen: Dort muss man sich mit seinem realen Namen eintragen Pseudonyme oder Künstlernamen sind laut AGB nicht zulässig.
Stayfriends.de Gründung: 2002 Firmensitz: Erlangen Nutzer 10 Millionen StayFriends ist eine Website zum Finden ehemaliger Klassenkameraden und auch zur Organisation von Klassentreffen. Bei StayFriends kann sich der Nutzer virtuell an seinen ehemaligen Schulen mit Namen und Abschlussjahr eintragen.
Schuelervz.de Gründung: 2007 Firmensitz:Berlin Nutzer: 5 Millionen schülerVZ (Schülerverzeichnis) richtet sich an Schüler ab 12 Jahren. Erwachsene können sich dort nicht registrieren und sind von der Nutzung ausgeschlossen. Man kann sich dort auch nur registrieren, wenn man von einem anderen Mitglied eingeladen wird. Dies soll Missbrauch durch Pädophile und Stalker etc. vermeiden.
Studivz.de Gründung: 2005 Firmensitz: Berlin Nutzer: 17 Millionen studiVZ (Studiverzeichnis) ist eine Online-Community für Studenten im deutschsprachigen Raum.
Lokalisten.de Gründung: 2005 Firmensitz: München Nutzer ca. 3,6 Millionen Ein „Großstadt-Netzwerk“, die Benutzer kommen hauptsächlich aus Großstädten und Ballungsgebieten in Deutschland. Man kann als Benutzer eine Web-Visitenkarte mit persönlichem Profil anlegen. Neben den persönlichen Kontaktinformationen können Hobbies, Sportarten etc. angegeben werden. Fotos und Videos, Freundschaft anbieten
Linkedin.com
Gründung: 2003
Firmensitz: Mountain View, USA
Nutzer: 83 Millionen weltweit
LinkedIn dient der Pflege bestehender Geschäftskontakte und zum Anknüpfen von neuen Verbindungen. Neben Xing das wichtigste Business-Netzwek weltweit.
Twitter.com Gründung: 2006 Firmensitz: San Francisco, USA Nutzer: 1,8 Millionen Nutzer (Deutschland 2009) Twitter ist eine webbasierte Anwendung zum Mikroblogging. Hier kann man mit maximal 140 Zeichen Kurznachrichten verfassen. Unternehmen, Pressemedien aber natürlich auch Privatleute nutzen Twitter als Plattform zur Verbreitung von Nachrichten, das sogenannte „twittern“. Die Nachrichten anderer Benutzer können abonnieren werden.
Xing.de Gründung: 2003 Firmensitz: Hamburg Nutzer: 3 Millionen (Deutschland, 2010) XING dient in erster Linie dazu, geschäftliche Kontakte zu knüpfen. Studium, Ausbildung und beruflicher Werdegang können dargestellt werden, Zeugnisse und Referenzen hochgeladen sowie ein Profilbild eingestellt werden. Es gibt zahlreiche Gruppen zu Interessensgebieten und Stammtische in jeder größeren Stadt, so auch in Weißenburg.
Natürlich gibt es neben den oben genannten noch zahllose Plattformen für z.B. spezielle Interessensgebiete wie Fotocommunity oder auch nach regionalem Umkreis.
Social Media bergen auch Gefahren
Nicht zu unterschätzen sind aber auch die Gefahren, die durch den leichtfertigen Umgang mit persönlichen Daten, Fotos und Videos in den sozialen Netzwerken entstehen können. Dieses Thema wird in meiner nächsten Kolumne behandelt.
Herzlichst
Ihre Sigrun von Berg
Über die Autorin:
WEISSENBURG, Feb. 2011 (UD) – Die Fachinformatikerin Sigrun von Berg ist seit 2004 mit einer Webdesign- und Medienagentur in Weißenburg selbstständig. Ihr Schwerpunkt liegt bei Open Source-Content Management Systemen (CMS), Internetprogrammierung, Social-Media und Suchmaschinenoptimierung. In ihren Kolumnen wird sie sich mit dem Themenbereich "Soziale Netzwerke" beschäftigen. Weitere Infos zu Sigrun von Berg erhalten Sie unter www.sibits.de .
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